Jakob baut ein Haus



Jakob hat sich 1905 getraut, das zu tun, was urschwäbisch ist, nämlich ein Haus zu bauen. Er war schon Mitte 50, eigentlich ein bisschen alt  für einen Häuslesbauer. Aber er hats gewagt. Jakob war Küfer. Er hat Fässer gemacht für die Maische die beim Brennen von Most, Schnaps und Saft entsteht. 
Beim Baurechtsamt in de Stadt hat er den feingezeichneten Plan 1905 abgegeben und die Behörde in der Stadt hat das Haus auf dem Land so genehmigt. Gebaut hat Jakob dann ein bißsshen anders, denn er hatte schon Familie und das Haus wäre sonst doch etwas klein gewesen. Das oberer Stockwerk wurde gleich um einen Gegengiebel erweitert, so dass es im oberen Stockwerk gleich eine Kammer für die Kinder gab. Das Amt in der Stadt wusste davon nichts und gestört hat es auch keinen. Die Werkstatt wurde auch gleich dazu gebaut, aber vielleicht musste man das damals nicht genehmigen lassen.
Wir haben die Pläne erst seit 3 Wochen. Davor lagen sie im Stadtarchiv, eigentlich der falsche Ort, denn so lange eine Haus steht gehört die Baurechtsakte in das jeweilige Bauamt der Gemeinde/Kommune. Das kleine g und das große G haben sich sehr gefreut, diese Entdeckung gemacht zu haben. Jetzt haben wir zum ersten Mal eine Vorstellung vom Plan des Bauherrn, dem Uropa des großen G.


Immer Samstags gibts  in den nächsten Wochen Neues vom Landhaus,wie sich das Haus verändert hat, weil wir es wollten und das Haus es von uns gefordert hat.


Das Landhaus heute

stadtlandjob

Zwei Wohnsitze, ein großes G und ein kleines g/Tochterkind, ein Job. Mein Leben ist nicht immer sehr entspannend. Dazwischen versuche ich noch zu backen (das Kochen habe ich an den männlichen Teil der Elternschaft abgetreten), zu joggen und ein paar andere wichtige und unwichtige Dinge zu erledigen und dabei Spaß zu haben..

Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Schön, dass du hier bist, ich freue mich über Kommentare