Elternabend - Nachsitzen für Eltern



Über den Artikel "Bis der Hintern glüht..." habe ich mich kaputtgelacht. Eine Glosse über Elternabende, die der Realität mehr als entspricht. Auch ich war diese Woche beim Elternabend und ich war verhaltensauffällig. Als die Lehrerin die Worte aussprach "Wir wollen alle Sieger sein" hätte ich mich gerne auf den Boden geworfen und laut "NEIN" geschrien. Am Rande sei hier erwähnt, dass kleine g ist ein langsames, träumendes Kind, dass den richtigen Sinn von Schule (tricksen - nicht lernen, schnell sein - nicht verstehen...) noch nicht so ganz begriffen hat. Na ja, ich habe mich etwas differenzierter, aber nur geringfügig, ich gebe es zu,  zu dem Lernpensum, dem Ausmaß der Hausaufgaben und v.a. zur Schnelligkeit und dem Wettebewerb geäußert. Daraufhin wurde mir von der Lehrerin empfohlen doch mal in Elternforen zu schauen und eine Mutter schlug mir die Waldorfschule vor. Ok, das war mein letzter Elternabend in der Grundschule, mein Hintern glüht hier nicht mehr. Ich bin keine Leistungsverweigerin, aber das System Schule ist nicht meins.
Noch zu den Siegern und warum ich das nicht wichtig finde. Nach der Geburt des kleinen g habe ich mir vorgenommen, ich laufe noch mal einen Halbmarathon und dieses Mal will ich schneller sein als im Jahr davor, irgendwann habe ich dann gemerkt so frisch nach der Schwangerschaft ist das ein ziemlich blödes Ziel, total falscher Ehrgeiz. Ich habe mich dann korrigiert und mir einfach nur noch vorgenommen ich laufe und genieße. Es ist völlig egal, welche Zeit ich laufe (der Platz war mir sowieso komplett schnurz). Ich bin dann 21,0975 km gelaufen und habe es genossen. Wahrscheinlich dachten die Zuschauer die hat einen hau weg, gefühlt habe ich die ganze Strecke  gestrahlt und war glücklich. Keine Ahnung, wie es dem Sieger ging, welche Zeit er lief. Es geht nicht darum Sieger zu sein, sondern glücklich.

stadtlandjob

Zwei Wohnsitze, ein großes G und ein kleines g/Tochterkind, ein Job. Mein Leben ist nicht immer sehr entspannend. Dazwischen versuche ich noch zu backen (das Kochen habe ich an den männlichen Teil der Elternschaft abgetreten), zu joggen und ein paar andere wichtige und unwichtige Dinge zu erledigen und dabei Spaß zu haben..

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