Wie alles begann - der Tick

Ich habe da so ein Tick...

Es begann alles ganz harmlos im analogen Zeitalter. Ich saß in einem Seminar oder einer Weiterbildung (so genau weiß ich das gar nicht mehr) und die Dozentin erzählte beiläufig davon, dass sie eine Kollegin habe, die sich ganz genau Toilettenschilder ansieht. Warum? Weil man schon daran gesellschaftlich Rollenwahrnehmung erkennen könne. Männer meist mit breiten Schultern und die Frauen kaum merklich kleiner, aber immer etwas zierlicher. Interessant so ein Blick, dachte ich mir und ging- na klar - aufs Klo, weil das weitere wissenschaftliche Gedöns über Kloschilder und Gender für mich als Kind aus einer bildungsfernen Schicht dann doch etwas zu angestrengt wirkte. 

Aber irgendwie hat es mich dann nicht mehr losgelassen und seitdem photographiere ich Toilettenschilder. Im smartphonefreien Zeitalter meist nur im Urlaub, denn wer hatte schon immer ein Kamera dabei und so gibt es irgendwo in den Tiefen der Negativkiste Toilettenschilder aus Island, Neuseeland etc. 


Und heute ist alles dank Smartphone ganz einfach. Mit der "immer-dabei-Kamera" gehts ganz fix und  mittlerweile bekomme ich auch schon Tipps, nein nicht wo es tolles Essen oder coole Cocktails gibt, sondern wo in Restaurants besonders schöne Toilettenschilder zu finden sind.
Das kleine g hält es übrigens für völlig normal und informiert schon mal, während ich verzweifelt versuche ein spiegelfreies Foto zu machen, sichtlich irritierte Klogänger, dass die Mama nur noch schnell ein Foto für die Sammlung machen muss.


Diese Toilettenschilder sind aus Sardinien, aufgenommen in Stintino im Hotel Cala Reale.

Erwachsenenmeinung zu unserem Standort:
Stintino liegt ganz im Nordwesten Sardiniens und ist als Standort für Ausflüge nur so bedingt geeignet (da man von der Landzunge immer ganz schön weit ins Landesinnere fahren muss), der Ort ist hübsch,aber ganz schön touristisch. Die Strände sind wunderschön, ab 1. Juni allerdings proppenvoll

Kindermeinung zu unserem Standort: kleines g (7 Jahre):
Toller großer Pool im Hotel, prima Spielplatz direkt vor dem Hotelzimmer, leider wenige deutsche Kinder, viele italienische Kinder, prima flaches Meer, guter Strand bis 1. Juni zum Burgen bauen, dannach zu wenig Platz dafür

stadtlandjob

Zwei Wohnsitze, ein großes G und ein kleines g/Tochterkind, ein Job. Mein Leben ist nicht immer sehr entspannend. Dazwischen versuche ich noch zu backen (das Kochen habe ich an den männlichen Teil der Elternschaft abgetreten), zu joggen und ein paar andere wichtige und unwichtige Dinge zu erledigen und dabei Spaß zu haben..

Kommentare :

  1. Wenn ich ehrlich sein sollte, habe ich mir noch NIE Gedanken darüber gemacht wie Toilettenschilder ausschauen.
    Aber das werde ich ändern!

    Liebe Grüße
    Nina

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    1. So ging es mir auch. Alltagsdinge die so selbstverständlich sind überseh ich manchmal...
      Lieber Gruß
      Heike

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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