Stuttgart Lauf 2017 - eine echte Challenge

Haus des Sports in Stuttgart.


Da sieht man in seiner Twitter Timeline eine Meldung aufblinken.


Und weil gerade Weihnachten ist, man ohnehin total frustriert ist von der Langweile des Alltags, denkt man, ach eigentlich warum nicht - Challenge - Und dann setzt man sich hin und schreibt ne Bewerbung (man hat ja gerade Zeit)
Und na ja, dann wollte ich es wissen und habe mir etwas Mühe gegeben - also mit der Bewerbung (die könnt ihr unten lesen).


Das Ergebnis dieser spontanen Aktion. ICH BIN DABEI !!!!!!!Und gedanklich und sportlich und so reichlich überfordert.Wenn ich den Gesundheitscheck bestehe, dann werde ich wohl etwas mehr joggen als üblich.


Hier meine Bewerbung:

Warum:  Weil auch Oldies ein runners-high verdienen.

Wer: 
Ok, jetzt kommen wahrscheinlich alle „no-goes“ für die Bewerbung. 
  • Ich bin 50 - ich kann trotz meines fortgeschrittenen Altes snapen, twittern, bloggen (auf dem eigenen Bog) und bin sehr aktiv auf Instagram. 
  • Ich habe keinen Humor, ich bin Zynikerin. 
  • Ich bin nicht fotogen, ich fotografiere lieber selber und ich fotografiere viel und alles. 
  • Ich bin nicht sportlich, meine Schulnoten beweisen das bestens, das Gute daran ist, die sind längst verjährt (siehe meine Alter) 
  • Mein BMI - Index ist verbesserungswürdig, glaube ich, damit beschäftige ich mich nicht wirklich. 

Laufen und so:
Ich bin schon 2 mal den Stuttgart Halbmarathon gelaufen. Einmal vor der Geburt meiner Tochter 2007 (da war ich wirklich trainiert) und einmal 2009 danach. 
Der zweite Lauf war spannender. Das Ziel war zuerst etwas hoch gesteckt. Ich wollte eine bessere Zeit, als vor der Geburt des Kindes laufen. (Ehrlich gesagt, wollte ich wieder fit werden und die üblichen postnatalen Bewegungsangebote fand ich etwas seltsam). Hybris, sag ich nur. Na ja, als Pragmatikerin, habe ich die Ziele dann reduziert und fand überhaupt zu starten und mal sehen, wie es so läuft auch schon ganz ok. Selbst dieses Ziel geriet dann etwas ins Wanken zwischen Kind, Job und Alltagstrott, aber der Vater zum Kind meinte, also er will das jetzt, dass ich laufe, er wäre schließlich oft genug mit dem Kind allein zuhause rumgesessen, während ich gejoggt bin (guter Mann, subtile Motivation). Ich bin dann gelaufen und wahrscheinlich haben die Leute gedacht, die ist voll behumpst. Vom ersten bis zum letzten Kilometer habe ich gegrinst und gelacht, es war großartig. Und ich hatte zwei tolle Fans an der Strecke. Der Kindsvater, der vom Laufen so gar nichts hält, aber notorisch tolerant ist, hat das Kind an besagtem Tag in den Buggy gesetzt und an der Strecke immer wieder das Kind zum fröhlichen Winken gezwungen. Seine Herausforderung bestand erstens darin sich zu überlegen, wo ich so zeittechnisch stecken könnte und mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder als rasender Buggyschieber sich an besagte Positionen zu platzieren und zweitens mit Kind so laut zu rufen, dass ich sie überhaupt wahrnehme. Wir hatten alle unseren Spass an diesem Tag (na ja, beim Kind ist das nicht so wirklich geklärt). Ich bin dann tatsächlich etwas schneller gelaufen als vor der Geburt meiner Tochter, was aber völlig egal war. Der Lauf war einfach schön.

Und seitdem:
Ich laufe in der Regel in homöopathischen Dosen (kurz und langsam) zweimal die Woche. Irgendwie finde ich den Gedanken spannend, zu sehen, was passiert wenn ich mit 50 nochmal etwas strukturierter mit Ziel vorgehe beim Laufen. Frustriert es mich zu sehen, wenn die jungen Frauen weglaufen oder motiviert es mich und ich laufe zumindest etwas schneller hinterher? Entspannt mich der Ehrgeiz der anderen oder werde ich auch ehrgeizig (eher unwahrscheinlich bei mir, aber man weiß ja nie). Finde ich wieder zu einem sportlicheren Laufstil mit Spaß?

Und jetzt:
Schick ich die Bewerbung ab und geh laufen, (denn auf instagram läuft so ne Minichallenge 2017 Stunden laufen zwischen den Jahren, da bin ich als Langsamläuferin echt ein Gewinn fürs Team, ihr könnt auf Instagram unter stadtlandjob nachschauen, wie viel ich gelaufen bin)

Gruß und ich würde mich freuen, wenn es klappt.

stadtlandjob

Zwei Wohnsitze, ein großes G und ein kleines g/Tochterkind, ein Job. Mein Leben ist nicht immer sehr entspannend. Dazwischen versuche ich noch zu backen (das Kochen habe ich an den männlichen Teil der Elternschaft abgetreten), zu joggen und ein paar andere wichtige und unwichtige Dinge zu erledigen und dabei Spaß zu haben..

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