Übernachten - Elbradweg (3)

Übernachten bei der Radtour. Eigentlich kein spannendes Thema könnte man meinen, aber so ganz stimmt das natürlich nicht. Unser Repertoire reicht von total schräg bis stylisch, von Steckbett bis Boxspring, von Jugendherberge bis zu Ferienwohnung. Schon die Unterkunft zu finden ist manchmal ein bisschen wie Schnitzeljagd spielen und macht ein Teil unserer Radtouren aus.

Wir buchen die Unterkünfte in der Regel voraus und verlassen uns da ein bisschen auf unseren Instinkt und das Tochterkind, dass sie so rund 50 km am Tag radeln kann (wobei wir versuchen nicht länger zu werden, sondern so eher bei 40 km zu landen).

Diese Streckenbegrenzung führt dann dazu, dass man plötzlich an Orten übernachtet, die man sonst eher nicht besucht hätte. Ehrlich, eine Übernachtung in Kralupy wäre wohl sonst nicht in Frage gekommen, aber am ersten Tag fast 60 km bis ins hübsche Melnik zu fahren, das erschien uns dann doch zuviel.

Nüchterner Charme in tschechischen Hotels

Das Hotel Sport in Kralupy verströmt durchaus einen sozialistischen Charme und unser Bettreihung, war sehr dicht, unsere Räder waren formidable abgeschlossen und überdacht untergebracht und ein Lebensmittelladen zum Kauf von Wegzehrung war sehr nahe gelegen.

Roudnice ist sehr schön und die Raumgröße im Hotel Koruna ist üppig, beim Badebereich haben wir sofort überlegt ob hier noch ein Küche reinpassen könnte, allerdings würden wir das Hotel wohl eher nicht mehr nehmen. Es bekommt die Auszeichnung schlechtestes Frühstück auf der Radtour (die Marmelade war nur zu essen, aber welche Obstsorten sich darin verbargen, war selbst danach nicht wirklich klar, ach ja und wir bekamen sie auch erst überhaupt auf Nachfrage)
Vom Hochhaus in das Haus auf der Höhe
In Usti (hier würde der sportliche Radler auch weiterfahren) haben wir im Hotel Vladimir übernachtet. Hier wurde wohl das beste Preis-Leistungsverhältnis der Radtour erreicht. Ich bekam aber leichte Höhenangst im 5. Stock und der Ausblick auf die Industriestadt ist jetzt eher so lala.

In Mezni Louka (Reinwiesen) wären wir gerne länger geblieben. Schönes Haus, nettes Eckzimmer, gutes Frühstück (hallo, es gab sogar Pfannkuchen) aber leider, hier war keine Verlängerung möglich - alles ausgebuht.

Von der Villa Sophie in den Plattenbau


Die Villa Sophie in Stadt Wehlen hat uns herausgefordert. Hier funktioniert der Empfang High Tech (Anruf über Handy, dann bekommt man einen Code für eine Schlüsselbox, der Schlüssel plumpst dann heraus und man kann ins Zimmer bzw. die Aufenthaltsräume)

In Dresden ist man ja froh überhaupt eine bezahlbare Unterkunft zu finden. Wir fanden sie in der City Herberge. Auch hier ist das architektonische Erlebnis ein eher überraschendes. Es handelt sich bei der City Herberge um ein ehemaliges Bürogebäude in Plattenbauweise. Allerdings ist die Unterkunft sehr zentral, Das Frühstück gleicht einem Massenauflauf mit Schlangenstehen und Sitzplatzsuche.
Shabby Landhausstil und dann gülden wertvoll, oder so

Eigentlich waren wir in Kötzeschenbroda / Radebeul in der Alten Apotheke gebucht, aber da hier jemand verlängerte bekamen wir ein Upgrade und wechselten auf die andere Straßenseiten zu Dittrichs Erben so hatten wir eine 4 Zimmer Wohnung mit Flachbildschrim für uns und wussten mit den vielen Zimmern und dem Fernseher gar nichts anzufangen, aber schön wars natürlich trotzdem. Upgrade, hallo, das fühlt sich doch wie erster Klasse an.


Man glaubt nicht, was alles in Radtaschen reinpasst

In Riesa sind wir in einem interessanten Gebäude gelandet, das Hotel zur Mühle ist architektonisch beeindruckend, verströmt aber einen etwas altmodischen Charme, das Tochterkind musste nichst fürs Frühstück bezahlen, was sehr nett war, allerdings war das Frühstück auch nicht so toll. Wenn es nur wenige Gäste gibt, ist das mit dem Buffet eigentlich immer schlecht. Wir würden dem Hotel gerne mehr Gäste wünschen, weil wir inhabergeführte Übernachtungen eigentlich ganz nett finden. Aber ehrlich - das Preis- Leistungsverhälntnis ist nicht so gut.

Torgau, hier haben wir uns eine nette Unterkunft ausgeguckt und uns dann selbst ins Knie geschossen. Gebucht haben wir im Alten Bootshaus und dann haben wir das mit dem anrufen und der Handnummer völlig verpeilt (unsere Schussligkeit) und sind dann ganz hektisch geworden, weil die kleinen Pensionen um 18:30 dann schon alle ausgebucht waren, so dass wir schliesslich im Torgauer Brauhaus  gelandet sind, was uns das beste Frühstücksbuffet der Radreise zum Abschluss beschert hat (eigentlich war diese Übernachtung für uns definitiv zu teuer).

stadtlandjob

Zwei Wohnsitze, ein großes G und ein kleines g/Tochterkind, ein Job. Mein Leben ist nicht immer sehr entspannend. Dazwischen versuche ich noch zu backen (das Kochen habe ich an den männlichen Teil der Elternschaft abgetreten), zu joggen und ein paar andere wichtige und unwichtige Dinge zu erledigen und dabei Spaß zu haben..

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