Wir retten den Eisbär

Unser Eisbar an der Tür


Ein abgemagerter zottiger Eisbär wühlt in einer Mülltonne, er sieht elend und mitleidserregend aus, so ein prachtvolles Tier –so jämmerlich. Klar ich triggere darauf an, nicht Kindchenschema, sondern Eisbärenschema. Wir sind gerade dabei seinen natürlichen Lebensraum die Arktis zu vernichten – Klimakatastrophe und so. Auf meinem Weg zur Arbeit fahre ich mit dem Rad immer an der Wilhelma (Zoologischer Garten in Stuttgart) vorbei, auch dort ein Eisbär, der hospitalisiert hin und her in einem viel zu kleinen Gehege läuft. (Ich glaube es ist raus, ich finde Eisbären schön)

Also wir sind nicht komplette Ökoschweinchen, aber es gibt da Potential nach oben. Unser Motto daher dieses Jahr „Wir retten den Eisbär“, sprich wir wollen unsere Ökobilanz verbessern.
(Ja, ja ich weiß natürlich wir retten ihn nicht, aber wir versuchen ein bisschen unser ökologisches Gewissen zu reaktivieren)

Erstes Ziel – der Umgang mit Lebensmittel muss verbessert werden
  1.       Nicht  mehr so viel wegwerfen
  2.       Verpackungsarm einkaufen


1.  Nicht mehr so viel wegwerfen
Wir haben zwei Haushalte. Da verliert man schon mal den Überblick, was wo im Kühlschrank steht und kauft gerne mal auf Verdacht. Das machen wir jetzt nicht mehr. Im schlimmsten Fall haben wir es dann einfach nicht. Das Ergebnis im Januar dürfte nicht überraschen, wir sind bislang nicht verhungert.
Unsere größte Wegwerflebensmittelbaustelle ist Brot – ja ich weiß banal aber so isses. Wir haben glaube ich immer zwanghaft Brot gekauft, wenn wir einkaufen gegangen sind. Ist das ein Urtrieb ? Brot muss im Haus sein?). Also wir lassen das jetzt, unsere Tiefkühltruhe trotzt mittelfristig jeder Brotkrise (denn da ist das Brot natürlich auch dort gelandet, wenn es noch frisch war und wir schon wieder neues gekauft haben) und bis dort kein Brot mehr ist haben wir uns hoffentlich unser neues Konsumverhalten angewöhnt. (Irgendwo in meinem Kopf ist auch die Idee Brot zu backen, aber das muss ich noch irgendwie mit mir und meiner Nichthausfrauenseele abklären).

2. Verpackungsarm einkaufen
Zero Waste oder was! Ne Anglizismen helfen da nicht und Ideologie ist nicht mein Ding. Auch Stuttgart hat natürlich seinen Unverpackt Laden, aber eben nur einen und wir wohnen nicht hipster, sondern in einer gemischten Wohngegend, sprich der Laden https://www.schuettgut-stuttgart.de/ liegt im Stuttgarter Westen und das ist nicht bei uns um die Ecke. (Ich will ihn mir trotzdem mal anschauen, ich finde das spannend.) Obst und Gemüse kann man prima auf dem Markt unverpackt einkaufen. Der Lieblingskoch könnte 2 mal in der Woche auf den Markt gehen (liegt auf seinem Weg zum Arbeitsplatz) aber Männer brauchen einen Plan (zumindest beim Lebensmittel einkaufen). Hier muss ich a) genauer planen b) ihn beauftragen und c) er muss sich daran gewöhnen. Wir üben das mal.
Manche Dinge müssen wir übrigens (fast) gar nicht einkaufen: Brombeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Kartoffeln, Zucchini wachsen in unserem wilden Garten und da wachsen sie ganz unverpackt und bio vor sich hin.


Und weil das unser Thema ist haben das Tochterkind und ich uns den Eisbär auf die Eingangstür mit Masking Tape geklebt (und hups dabei Müll produziert, aber so sind wir, inkonsequent, aber bemüht.)

stadtlandjob

Zwei Wohnsitze, ein großes G und ein kleines g/Tochterkind, ein Job. Mein Leben ist nicht immer sehr entspannend. Dazwischen versuche ich noch zu backen (das Kochen habe ich an den männlichen Teil der Elternschaft abgetreten), zu joggen und ein paar andere wichtige und unwichtige Dinge zu erledigen und dabei Spaß zu haben..

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